WordPress Umzug: 4 Plugins im Vergleich und Anleitung
Duplicator, All-in-One WP Migration, UpdraftPlus und WPvivid im Vergleich: So wählst du ein Umzugsplugin und überträgst WordPress Schritt für Schritt.
Welche Plugins sind für einen WordPress Umzug geeignet? Vier verbreitete Lösungen sind Duplicator, All-in-One WP Migration, UpdraftPlus und WPvivid. Sie helfen dir dabei, Dateien und Datenbank auf ein anderes Hosting oder eine neue Domain zu übertragen. Welches Plugin passt, hängt vor allem von deinen Zugängen, der Website-Größe und dem gewünschten Ablauf ab.
Hier vergleichst du die vier Möglichkeiten und erfährst, wie du den Umzug vorbereitest, die Daten überträgst und die neue Installation kontrollierst. Die Auswahl ist keine Rangliste nach Installationszahlen und kein eigener Geschwindigkeitstest. Grundlage sind die verlinkten Herstelleranleitungen; Funktionsumfang und Lizenzbedingungen solltest du vor dem Einsatz erneut prüfen. Stand: 5. November 2026.
WordPress Umzug: die vier Plugins im Vergleich
| Plugin | Typischer Umzugsweg | Besonders passend, wenn … | Darauf solltest du achten |
|---|---|---|---|
| Duplicator | Archiv und Installer auf dem Zielserver ausführen | du Zugriff auf Hosting, Dateien und Datenbank hast | Installationsdateien und Datenbankzugang vorbereiten; Zusatzfunktionen unterscheiden sich je Edition |
| All-in-One WP Migration | Exportdatei erstellen und in WordPress importieren | du möglichst viel im Dashboard erledigen möchtest | angezeigtes Importlimit, Serverressourcen und Erweiterungen vorab prüfen |
| UpdraftPlus | Backup auf der Zielinstallation wiederherstellen | du bereits mit UpdraftPlus sicherst | vollständige Sicherung und URL-Anpassung kontrollieren; Premium bietet zusätzliche Migrationsfunktionen |
| WPvivid | Direktübertragung mit Schlüssel oder Backup-Wiederherstellung | beide Installationen erreichbar sind | Verbindung zwischen den Servern testen; für lokale Installationen gegebenenfalls Backup-Dateien verwenden |
Meine Einordnung: Für einen überschaubaren Dashboard-Umzug ist All-in-One WP Migration einen Blick wert. Duplicator passt gut, wenn du die Einrichtung am Zielserver selbst kontrollieren möchtest. Nutzt du UpdraftPlus bereits, kann dessen Wiederherstellungsweg einen Pluginwechsel ersparen. WPvivid ist interessant, wenn du zwei erreichbare WordPress-Installationen direkt verbinden möchtest.
1. Duplicator: Umzug mit Archiv und Installer
Duplicator bündelt die Website für die Übertragung. Beim klassischen Installationsweg lädst du ein Archiv und die Datei installer.php herunter. Am Ziel startest du den Installer im Browser. Das ist praktisch, wenn dort noch keine fertige WordPress-Installation vorhanden ist. Du benötigst jedoch Zugriff auf das Zielverzeichnis und die Datenbankdaten. Details beschreibt die offizielle Anleitung zur klassischen Installation.
So läuft der Umzug mit Duplicator ab
- Installiere die aktuelle Pluginversion auf der Quellwebsite und erstelle eine vollständige Sicherung. Prüfe die Hinweise des Scans, bevor du fortfährst.
- Lade Archiv und Installer auf deinen Computer herunter.
- Bereite beim neuen Hoster ein geeignetes Zielverzeichnis und eine Datenbank samt Benutzer vor. Verwende für einen neuen Aufbau ein leeres Ziel, damit du keine vorhandene Website überschreibst.
- Übertrage die beiden Dateien per SFTP oder Hosting-Dateimanager. Rufe den Installer unter der vorgesehenen Zieladresse auf.
- Trage die Datenbankverbindung ein, kontrolliere die erkannten URLs und führe die Installation aus.
- Melde dich in WordPress an, teste die Website und entferne anschließend Installer und Installationsarchiv vom öffentlich erreichbaren Server.
Welche zusätzlichen Import-, Cloud- oder Automatisierungsfunktionen verfügbar sind, hängt von der eingesetzten Edition ab. Prüfe deshalb den konkreten Funktionsumfang statt dich auf ältere Vergleiche zu verlassen.
2. All-in-One WP Migration: Export und Import im Dashboard
Bei All-in-One WP Migration exportierst du die Website in eine Datei und importierst diese auf der Zielinstallation. Das hält den Ablauf im WordPress-Dashboard. Prüfe vor dem Export das am Ziel angezeigte Upload- beziehungsweise Importlimit. Große Archive können zusätzliche Serverressourcen oder eine Erweiterung erfordern. Eine feste Dateigröße als allgemeines Gratislimit wäre deshalb keine verlässliche Planungsgrundlage. Der offizielle Plugineintrag und die Migrationsanleitung von ServMask erläutern den vorgesehenen Ablauf.
So läuft der Umzug mit All-in-One WP Migration ab
- Installiere das Plugin auf der bisherigen Website und exportiere die vollständige Installation in eine Datei. Lade sie herunter.
- Installiere WordPress und dieselbe aktuelle Pluginversion am Ziel.
- Öffne den Importbereich, prüfe die Größenangabe und wähle deine Exportdatei.
- Lies den Hinweis zum Überschreiben der Zielinstallation. Starte den Import nur, wenn dort keine ungesicherten Daten verbleiben sollen.
- Nach der Datenbankübernahme gelten normalerweise die Benutzerzugänge der Quellwebsite. Melde dich damit erneut an.
- Kontrolliere Permalinks, Medien, Formulare und die wichtigen Unterseiten.
Wenn du Bestandteile beim Export ausschließt, gehört das Ergebnis möglicherweise nicht mehr zu einer vollständigen Website-Kopie. Nutze solche Optionen gezielt und dokumentiere, was fehlt.
3. UpdraftPlus: vorhandene Backups für den Umzug nutzen
UpdraftPlus eignet sich besonders, wenn du bereits damit sicherst. Der Hersteller dokumentiert auch für die kostenlose Version einen Umzug über Backup und Wiederherstellung. Premium ergänzt unter anderem einen direkten Übertragungsweg und zusätzliche Auswahlmöglichkeiten. Prüfe bei einer geänderten Domain, dass die Wiederherstellung die notwendige URL-Anpassung tatsächlich ausführt. Weitere Angaben stehen im offiziellen Plugineintrag. Grundlage ist die aktuelle UpdraftPlus-Migrationsanleitung.
So läuft der Umzug mit UpdraftPlus ab
- Installiere UpdraftPlus auf Quelle und Ziel.
- Erstelle auf der Quelle ein Backup einschließlich Datenbank, Plugins, Themes und Uploads. Berücksichtige zusätzliche Dateien außerhalb der üblichen Sicherung gesondert.
- Stelle die Sicherung am Ziel bereit: über den vom Hersteller beschriebenen gemeinsamen Cloud-Speicher oder durch Hochladen der zugehörigen Backup-Dateien.
- Wähle die Sicherung aus und starte die Wiederherstellung der benötigten Komponenten.
- Prüfe im Assistenten die Hinweise zur Migration und zur alten beziehungsweise neuen URL.
- Melde dich gegebenenfalls mit den bisherigen Benutzerzugängen an und teste die übertragene Website.
4. WPvivid: Direktmigration zwischen zwei Installationen
WPvivid bietet Backup, Wiederherstellung und eine Direktmigration. Bei der automatischen Übertragung erzeugst du den Verbindungsschlüssel auf der Zielwebsite und verwendest ihn auf der Quelle. Die Migration gehört zum kostenlosen Plugin; zusätzliche Funktionen unterscheiden sich nach Edition. Siehe WPvivid im WordPress-Verzeichnis und die Anleitung zur Auto-Migration.
So läuft der Umzug mit WPvivid ab
- Installiere WPvivid auf beiden Websites und sichere gegebenenfalls vorhandene Zieldaten.
- Erzeuge am Ziel einen Migrationsschlüssel. Behandle ihn wie einen zeitlich begrenzten Zugang und teile ihn nicht öffentlich.
- Öffne auf der Quellwebsite die automatische Migration und füge den Zielschlüssel ein.
- Wähle für die vollständige Übertragung Dateien und Datenbank. Starte den Vorgang und prüfe die Statusmeldungen.
- Führe die gegebenenfalls angezeigten Wiederherstellungsschritte am Ziel aus und kontrolliere anschließend URLs und Funktionen.
Eine lokale Entwicklungsseite ist für den anderen Server häufig nicht erreichbar. Dann ist der Weg über heruntergeladene Backup-Dateien und Wiederherstellung am Ziel geeigneter. Bei Verbindungsproblemen zuerst Erreichbarkeit, Serverprotokolle und Firewall-Regeln prüfen.
Vorbereitung: Das solltest du vor jedem WordPress Umzug klären
Das Plugin überträgt die Installation. Es ersetzt nicht die Planung von Hosting, DNS, E-Mail und laufenden Geschäftsvorgängen. Die allgemeinen Grundlagen findest du zusätzlich in unserem Beitrag WordPress umziehen – wie?.
- Unabhängiges Backup: Sichere Dateien und Datenbank außerhalb der produktiven Installation. Verlasse dich nicht ausschließlich auf das gerade erstellte Migrationsarchiv.
- Zielhosting: Prüfe PHP-Kompatibilität, Datenbank, Speicherplatz und erlaubte Ausführungszeiten. Plane Platz für Archiv, entpackte Dateien und Sicherung ein.
- Zugänge: Halte Hosting-, SFTP-, WordPress- und DNS-Zugang bereit. Ein Domaintransfer und eine Änderung der DNS-Einträge sind unterschiedliche Vorgänge.
- E-Mail: Postfächer, Mailarchive und MX-Einträge müssen separat betrachtet werden. Ein WordPress-Umzug verschiebt sie nicht automatisch.
- WooCommerce und Formulare: Plane einen Schreibstopp für den letzten Datenabgleich. Sonst fehlen am neuen Standort Bestellungen, Registrierungen oder Anfragen, die nach der Sicherung eingegangen sind.
Nach der Übertragung: erst testen, dann umschalten
Teste die Kopie möglichst unter der späteren Domain, bevor du den öffentlichen Verkehr umstellst, beispielsweise mit einer lokalen Hosts-Zuordnung. Eine Vorschauadresse des Hosters kann helfen, bildet jedoch nicht jedes Domain- und HTTPS-Verhalten ab. Sperre öffentlich erreichbare Testkopien vor Indexierung und verhindere dort unbeabsichtigte E-Mails, Zahlungen und automatisierte Folgeaktionen.
Beim reinen Hostingwechsel bleibt die öffentliche Domain gleich. Ändert sich die Domain zusätzlich, müssen interne URLs geprüft und alte Adressen gezielt auf die passenden neuen Ziele weitergeleitet werden. Vermeide pauschales Suchen und Ersetzen direkt in SQL: Serialisierte Plugin-Einstellungen können dadurch beschädigt werden.
- Startseite, Navigation, wichtige Unterseiten und mobile Darstellung öffnen.
- Anmeldung, Medien und Downloads prüfen.
- Kontaktformulare samt tatsächlicher Zustellung testen.
- Bei Shops Warenkorb, Steuern, Versand, Zahlungsanbindung und Webhooks kontrollieren. Echte Zahlungen nur bewusst und abgestimmt auslösen.
- HTTPS, Weiterleitungen, Canonicals, Sitemap und Indexierungseinstellungen kontrollieren.
- Caches nach der Migration leeren und geplante Aufgaben am neuen Standort prüfen.
Erst nach diesen Tests stellst du die vorgesehenen DNS-Einträge um. Sichere die bisherigen Werte und behalte das alte Hosting für eine Übergangszeit als Rückfalloption. Achte während der DNS-Umstellung darauf, dass nicht beide Installationen unabhängig neue Bestellungen oder Formulareingänge annehmen. Nach erfolgreicher Umschaltung entfernst du öffentliche Archive und Installer und erstellst eine frische Sicherung am Ziel.
Was tun, wenn der WordPress Umzug hängen bleibt?
Ein abgebrochener Import bedeutet nicht automatisch, dass das Plugin ungeeignet ist. Häufig fehlen Speicherplatz, Dateirechte oder passende Serverlimits. Prüfe zuerst das Pluginprotokoll und den Fehlerbericht des Hosters. Starte nicht mehrere Wiederherstellungen gleichzeitig. Wenn du erneut beginnst, stelle einen definierten Ausgangszustand am Ziel her und sichere dort inzwischen entstandene Daten.
Bei einer sehr großen Website, einer Multisite oder einem Shop mit vielen laufenden Bestellungen lohnt sich ein gesonderter Migrationsplan. Ein vollständiger Import überschreibt Daten; er führt zwei unterschiedlich weiterentwickelte Websites nicht automatisch zusammen.
Häufige Fragen zu WordPress-Umzugsplugins
Kann ich WordPress kostenlos umziehen?
Für viele normale Websites genügt ein kostenloser Migrationsweg. Ob er bei dir ausreicht, hängt von Installation, Serverlimits und benötigten Zusatzfunktionen ab. Prüfe die Voraussetzungen vor dem Umzug, nicht erst nach dem Export.
Muss ich alle vier Plugins installieren?
Nein. Entscheide dich für einen Weg. Mehrere parallel arbeitende Migrations- und Backup-Prozesse erhöhen die Last und machen Fehlersuche unnötig kompliziert.
Ist ein Domainwechsel im Plugin enthalten?
Viele Umzugsabläufe berücksichtigen geänderte URLs. Die Registrierung oder Übertragung der Domain, die DNS-Umstellung und E-Mail-Migration sind damit aber nicht erledigt. Auch Weiterleitungen und externe Dienste musst du separat prüfen.
Welches Plugin passt zu deinem Umzug?
Wähle nach deinem Ausgangspunkt: ein Archiv mit Installer, eine Exportdatei, ein vorhandenes Backup oder eine direkte Verbindung zwischen zwei Installationen. Die Vorbereitung und die anschließenden Funktionstests bleiben bei allen vier Wegen entscheidend.
Du möchtest deinen WordPress Umzug begleiten lassen? Beschreibe uns deine Website und das geplante Zielhosting. Für die Betreuung nach dem Wechsel findest du Informationen zur WordPress Wartung und im Ratgeber zu Updates und Backups.
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